SPD Ehringshausen

Günstigere Energie, realistische Vorgaben und steuerliche Förderung von Investitionen

Veröffentlicht am 17.01.2025 in Allgemein

MdB Dagmar Schmidt lauscht dem Chor, Umut Sönmez mit Bürgermeister Mock und während des Vortrags

Die Bedeutung einer starken (Auto-)Industrie für eine starke regionale Wirtschaft: Das war das Thema des diesjährigen Ehringshäuser SPD-Neujahrsempfangs. Die Sozialdemokraten hatten dafür den hessischen Wirtschaftsstaatssekretär Umut Sönmez als Gastredner gewonnen. Denn der Lahn-Dill-Kreis ist der am stärksten industrialisierten Landkreis in Hessen, Ehringshausen wiederum eine besonders stark industriell geprägte Gemeinde in diesem Landkreis.

Der studierte Volkswirt Sönmez war vor seinem Amtsantritt lange Jahre in der Betriebsratsarbeit im Opel-Konzern tätig. Er machte deutlich, dass Wandel ein ständiger Begleiter der Industrie ist und in der Region immer wieder tief greifende Umbrüche bewältigt. „Wir haben als Landesregierung auch keinen Zauberstab. Aber gute Bedingungen für die Industrie schaffen, da können wir einiges tun,“ sagte Sönmez. So müssten die Energiepreise dauerhaft gesenkt werden; ihr Anteil an den Kosten vieler Unternehmen habe sich nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine zeitweise mehr als verdoppelt. Das sei wirtschaftlich natürlich nicht tragbar. Senkung der Strompreise und Ausbau der Netze seien da eine Notwendigkeit. „Wir müssen auch Zeit rausnehmen aus Vorgaben etwa zur E-Mobilität. Da braucht die Wirtschaft mehr Luft und Zeit zum Anpassen, schlaue Papiere schreiben reicht nicht,“ betonte Sönmez etwa mit Blick auf Flottenverbrauchsvorgaben.

Drittens setzten die großen internationalen Konkurrenten wie die USA und China ganz andere wirtschaftliche Impulse für die Industrie, erläuterte Sönmez. Das sei eine große Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. „In den USA sind Investitionen steuerlich sehr stark begünstigt; China greift noch ganz anders in die Wirtschaft ein. Ich will nicht, dass in zwanzig Jahren meine Töchter nur noch chinesische Autos fahren können,“ sagte Sönmez. Daher sei es so wichtig, dass Investitionen wie von der Bundes-SPD vorgeschlagen steuerlich gezielt begünstigt würden, betonte Sönmez.

Die heimische Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt ging in ihrem Grußwort auf die anstehende Bundestagswahl ein. Auch sie thematisierte die Notwendigkeit, die Wirtschaft gezielt zu stärken und auch Investitionen der öffentlichen Hand mit einer moderaten Reform der Schuldenbremse anzukurbeln. Auch Personen seien wichtig: Sie schätze die Besonnenheit und Verlässlichkeit von Kanzler Olaf Scholz höher ein als mehr oder weniger gelungene Talkshow- oder Social Media-Auftritte der Mitbewerber.

Für einen schwungvollen wie auch textlich passenden Einstieg zum Thema neue Wege zu gehen und das auf „Country Roads“ sorgte die Formation Dillcanto ´96 des Katzenfurter Gesangvereins Dillgruß.

 

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