SPD Ehringshausen

Energiewende umsetzen – Wirtschaftswachstum fördern: Mit bezahlbarer, sauberer und sicherer Energie

Veröffentlicht am 26.06.2026 in Ortsverein

Abschiedsfoto nach engagierter Diskussion: Stephan Grüger (l.)

„Energiepolitik ist Wirtschaftspolitik. Und wenn wir am Schluss die Welt gerettet haben, umso besser,“ das war das Fazit des heimischen Landtagsabgeordneten Stephan Grüger (SPD) in der Premiere der Veranstaltungen „Reden wir über Politik“. Bei brütend heißen Temperaturen erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer einen informativen Abriss über Entwicklung, Stand und Perspektiven der Energiewende in Deutschland und Hessen im Besonderen.

Auch wenn die Solarindustrie in Deutschland vor gut 15 Jahren durch inkompetente Wirtschaftspolitik der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung weitgehend abgewürgt wurde und China mit hochsubventionierten Produkten der Markt geöffnet wurde: Heute gebe es wieder eine Exportperspektive für hocheffiziente Solarmodule und Speicher made in Germany, betonte der industriepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Denn die Forschung in Deutschland gepaart mit technischer Kompetenz sei immer noch für Spitzenleistungen gut. Hessen unterstütze das auf Initiative von Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) mit guten Finanzierungsmöglichkeiten.

Keine realistische Perspektive sieht der Abgeordnete in den auf konservativer Seite gern diskutierten kleineren Modul-Atomkraftwerke (Small Modular Reactors, SMR). Auch diese vermeintlichen Wundermaschinen seien deutlich teurer als Sonne und Wind und mit Blick auf Probleme wie Unfallrisiken, Gefahr der Weitergabe spaltbaren Materials an Schurkenstaaten und Terrorgruppen und Endlagerung nichts Neues. Auch stelle sich dasselbe Problem wie  bei Öl und Gas: Uran komme vor allem aus Krisengebieten oder dem sanktionierten Russland. „Keine gute Idee,“ betonte Grüger.

Die Energiewende sei eine große Chance für die deutsche Industrie, aber auch für regionale Wertschöpfung und krisensichere Energieversorgung, schloss Grüger. Grüger erläuterte in der Diskussion auch die Mechanismen der Strompreisbildung, in denen der stark gewachsene Anteil erneuerbarer Energien bereits deutlich und in Größenordnungen von 10-20% preisdämpfend wirke.

 

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