Gut besuchter Vortragsabend rund um den Bergbau in Ehringshausen

Veröffentlicht am 22.11.2016 in Ortsverein

Jürgen Mock, Gerd Mathes, Stefan Arch und - Eisen...

Nahezu 50 Zuhörer sind am Freitag der Einladung des SPD-Ortsvereines Ehringshausen und der Ortsgruppe „Fortuna-Solms“ der Industriegewerkschaft Bergbau, Energie, Chemie in den kleinen Saal der Volkshalle in Ehringshausen gefolgt, um Näheres über den Bergbau in Ehringshausen und der Region zu erfahren. Die Veranstalter hatten hierzu als fachkundigen Referenten Herrn Diplom-Geophysiker Gerd Mathes aus Braunfels-Tiefenbach gewinnen können.

Ehringshausen und Umgebung hat in Bezug auf den Bergbau Tradition, davon zeugen ehemalige Gruben wie die Grube „Heinrichsegen“, zwischen Ehringshausen und Werdorf gelegen, oder die ehemalige Grube „Schöne Anfang“ in Breitenbach.

Schon zum Vortragsbeginn stimmten sich die Besucher durch gemeinsames Singen des ehrwürdigen Liedes  „Glück auf! Der Steiger kommt“ auf den Abend ein.

Gerd Mathes hatte sich bestens vorbereitet, um dem Publikum diese und weitere Gruben und Grubenfelder in der Gemarkung vorzustellen.

Beginnend mit den Erläuterungen zum Geopark Westerwald-Lahn-Taunus und dessen Ziele, Wirken und Sehenswürdigkeiten, spannte Mathes kurzweilig den Bogen von der Entstehung der Gesteinsschichten in den verschiedenen Erdzeit-Epochen über Erläuterungen des Gesteinsabbaues im Tagebau sowie im Stollenbetrieb bis hin zur Vorstellung der regionalen Abbaustätten und Hüttenbetriebe.

Das Publikum erfuhr auch einiges über die Verleihungs- und Besitzverhältnisse der heimischen Gruben und Grubenfelder, welche größtenteils im Besitz des fürstlichen Hauses zu Solms-Braunfels standen und später an Firmen wie Buderus und Krupp verkauft wurden.

Auch wurden auf Wunsch von den anwesenden Zuhörern zwei Versionen der Entstehung des Namens „katholischer Bahnhof“ erzählt, ein in damaliger Zeit errichtetes Bauwerk zwischen Ehringshausen und Werdorf zum Schutz vor herabfallenden Gesteinsbrocken von der über die Fahrstrasse führenden Seilbahn der Grube Heinrichsegen zur Verladestelle an den Bahngleisen in der Nähe des Ehringshäuser Bahnhofs.

Das Ehringshausen die Bergbau-Tradition nicht vergessen macht, davon zeugen auch die zwei vorbildlich gestalteten Motive der Kreisverkehre. Am „Gaasemaad“ stehen die dort aufgestellten bronzenen Ziegen auch für die „Bergmannskuh“ sowie im Kreisel in Richtung Werdorf der Bergmann mit der erzgefüllten Lore als Hinweis auf die 1961 geschlossene Grube „Heinrichsegen“, der größten Grube in der Kerngemeinde.

Nachdem sich der Vorsitzende der IG-BCE Ortsgruppe, Stefan Arch, sowie der zweite Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Jürgen Mock beim Referenten Gerd Mathes recht herzlich für dessen Ausführungen mit einem Präsent bedankt hatten, versprach man sich, im kommenden Frühjahr einige der noch vorhandenen Grubenstandorte in einer Exkursion aufzusuchen.

 
 

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