Lärmschutz an Verkehrswegen, Sicherung des Stollenmundes des „Eisenhammers“ und eine Öffnung der Friedhofssatzung für die Schaffung von Rasen-Urnengrabfeldern: Diese Themen will die Ehringshäuser SPD-Fraktion auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung hieven.
In Sachen Verkehrslärm hat die SPD neben der A 45 auch die B 277 im Visier, die die Ortslagen von Ehringshausen und Katzenfurt durchschneidet und Dillheim streift. Auch die Bahnlinie zwischen Siegen und Gießen sorgt für Krach im Dilltal. „Uns ist klar, dass wir für mehr Lärmschutz auf lange Zeit dicke Bretter bohren müssen,“ so SPD-Bürgermeisterkandidat Jürgen Mock. Lärmschutzmaßnahmen seien teuer und nicht immer von heute auf morgen zu verwirklichen. Die umfangreichen Baumaßnahmen an der A 45 könnten aber einen Anfang bilden. „Wie gesundheitsschädlich Lärm sein kann, haben medizinische Studien erst in den letzten Jahren richtig ans Licht gebracht,“ so SPD-Fraktionsvorsitzender David Rauber. Deshalb sei Lärmschutz Gesundheitsschutz. Die Gemeinde müsse auf diesem Feld unbedingt am Ball bleiben und überörtliche Initiativen wie den Lärmaktionsplan Mittelhessen stärker für ihre Zwecke nutzen.
Den Eisenhammer will die SPD von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Kapellenverein gesichert sehen. So soll an die Anfänge der Eisenverarbeitung in Ehringshausen erinnert werden. Konkret soll der Gemeindevorstand über den Grunderwerb verhandeln, die Präsentation für die Öffentlichkeit soll maßgeblich der Kapellenverein vorbereiten. „Dazu ist aus dem Verein auch die Bereitschaft signalisiert worden,“ so Jürgen Mock.
Eine dritte Initiative greift den Wunsch nach alternativen Bestattungsformen auf. Zunehmend wird der Wunsch geäußert, Bestattungen auf Rasenflächen auf den kommunalen Friedhöfen zu ermöglichen. Da dieser Wunsch besonders stark in Katzenfurt geäußert wurde, soll die Gemeinde nach Vorstellung der SPD dort den Anfang machen, auf den anderen Friedhöfen aber zeitnah nachziehen, skizzierte Jürgen Mock die SPD-Vorstellungen dazu.