Omniplast-Gelände: SPD für baldige neue Nutzung

Veröffentlicht am 27.09.2020 in Kommunalpolitik

Was wird aus dem Omniplast-Gelände in Ehringshausen? - Im Frühjahr war mit der endgültigen Schließung der Firma Omniplast ein Stück Ehringshäuser Industriegeschichte zu Ende gegangen. In einer Sondersitzung im September fasste die Ehringshäuser Gemeindevertretung nun einen Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan. Auch der Flächennutzungsplan soll geändert werden. Ziel: Statt einer Industriebrache sollen rasch wieder neue Arbeitsplätze entstehen. Die SPD-Fraktion unterstützte die Vorlage des Gemeindevorstands um Bürgermeister Jürgen Mock (SPD).

SPD-Fraktionsvorsitzender Sebastian Koch erläuterte, warum: Der Gemeindevorstand mit Bürgermeister Jürgen Mock (SPD) an der Spitze habe durchaus vielversprechende Gespräche mit der Eigentümerin des Geländes, der Firma Revikon, geführt. Das in Mittelhessen langjährig aktive Unternehmen ist derzeit in Gesprächen um die Ansiedlung eines größeren Unternehmens mit bis zu 500 Arbeitsplätzen in Ehringshausen. Die Gemeinde Ehringshausen ist laut Revikon-Geschäftsführer Bender in der Endauswahl des deutschland- und europaweit tätigen Unternehmens.

"Hier ist es möglich, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch wieder neue Arbeitsplätze zu schaffen," sagte Sebastian Koch. Im Zuge des weiteren Verfahrens seien Fragen insbesondere der Verkehrsanbindung und von Verkehrsbelastungen zu klären, sagte Koch. Auf Nachfrage von Gemeindevertreter Uwe Kristen (SPD) in der Sitzung teilte der Geschäftsführer der Fa. Revikon mit, dass im Fall der Ansiedlung des derzeit im Gespräch befindlichen Unternehmens bis zu 500 Neueinstellungen am Standort Ehringshausen geplangt seien.

Auch FWG-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Kunz sprach sich für die Aufstellung des Bebauungsplans aus. CDU und Grüne in der Gemeindevertretung äußerten sich in der Aussprache zu dieser wichtigen Frage nicht. Am Ende stimmte die Gemeindevertretung ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung für die Aufstellung des Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplans. In diesen Verfahren wird auch die Öffentlichkeit beteiligt. 

"In Ehringshausen sind in den letzten Jahren viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Viele unserer Bürgerinnen und Bürger haben ihre Arbeit am Ort verloren; Jüngere müssen weiter weg suchen. Hier gibt es eine Chance, den Trend zu drehen," erläutert SPD-Ortsvereinsvorsitzender David Rauber die Position der Partei. Auch mit Blick auf Umweltbelastungen sei es sinnvoll, das bestehende Gelände mitsamt Gleisanschluss neu zu beleben.

 

 

 
 

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