Muntere Diskussionsbeiträge beim SPD-Neujahrsempfang in Ehringshausen

Veröffentlicht am 16.01.2020 in Kommunalpolitik

Mitwirkende am Neujahrsempfang

Älter werden in Ehringshausen – das war die Überschrift eines munteren Neujahrsempfangs. Die Ehringshäuser Sozialdemokraten setzten erneut darauf, dass unterschiedliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer Teilaspekte des Themas mit ihren Erfahrungen darstellen. Das sorgte für einen lebhaften Austausch zwischen den Vertretern aus Vereinen und Kommunalpolitik, Bürgerinnen und Bürgern auch nach dem offiziellen Programm.

Zuvor hatten die „Stimmen 2001“ unter Anja Nell-Fey für Wohlklang gesorgt. Die Liedbeiträge „Shelter“, „Barbara Ann“ und „Gabriellas Sang“ boten Nachdenkliches genauso wie Schwungvolles. Den musikalischen Höhepunkt bildete „Gabriellas Sang“, ein Stück mit schwedischem Text, bei dem insbesondere die vier Solistinnen Karin Hinkel, Andrea Linbecker, Catrin Mekota und Evelien Ressel viel verdienten Beifall erhielten.

Ortsvereinsvorsitzender David Rauber sagte zur Einführung, dass der wachsende Anteil Älterer in der Bevölkerung nicht in erster Linie als Problem gesehen werden dürfe. „Glücklicherweise sind viele Ältere fit, nutzen die Zeit nach dem Arbeitsleben und ihre Erfahrungen für Engagement für die Gemeinschaft,“ sagte Rauber. So berichtete der auch vielfältig in Vereinen aktive Reinhard Mock über die Anfänge des Einkaufsbusses in Ehringshausen, bei dem Ehrenamtliche einen Fahrdienst auf die Beine gestellt haben. „Das gibt einem auch viel, die Dankbarkeit,“ sagte er. Marianne Weiser schilderte die Aktivitäten rund um den ursprünglich als Seniorentreff gestarteten Treffpunkt Bahnhofstraße: „Wir machen einfach viel zusammen.“ Bürgermeister Jürgen Mock (SPD) sah hier ein Erfolgsprojekt der Dorferneuerung, „auch bei der Tagesbetreuung durch die Diakonie gab es gut angelegte Fördermittel.“ Der Rathauschef lobte die Aktivitäten des rührigen Seniorenbeirats der Dilltalgemeinde.

Dem gehört auch Waltraud Sämann aus Katzenfurt an, die zudem ehrenamtlich als Wohnberaterin tätig ist. Sie zeigte an Beispielen, dass oft kleinere Veränderungen in der angestammten Wohnung reichen, um noch lange in den eigenen vier Wänden leben zu können. Die vom Lahn-Dill-Kreis organisierte Wohnberatung ist kostenlos, die Kontaktdaten gibt es beispielsweise in dem vom Kreis herausgegebenen Seniorenratgeber. Erklärtes Ziel ist laut Kreis-Sozialdezernent Stephan Aurand (SPD), dass der Wunsch der meisten Menschen nach einem Lebensabend in den eigenen vier Wänden lange erfüllt wird. Aurand stellte in seinem Beitrag die Arbeit des vor fünf Jahren gegründeten Pflegestützpunktes dar, in dem der Kreis und die Pflegekassen gemeinsam Informationen und Beratung zu Unterstützungsangeboten geben. „Ehringshausen zeichnet aus, dass viele ehrenamtlich anpacken,“ betonte Aurand und dankte ausdrücklich für die Unterstützung der vielen Helfer bei der Präventionsmesse im November.

 
 

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