Besuch bei Omniplast: H.-U. Hohn, D. Ullrich, J. Mock, S. Koch, K. Ullmann, S. Arch, D. Rauber, U. Diehl, W. KühnWas aus PVC und Polypropylen werden kann und wie die Produktion funktioniert – das wollten Vertreter der Ehringshäuser SPD mit ihrem Vorsitzenden David Rauber, Fraktionschef Sebastian Koch und Bürgermeister Jürgen Mock an der Spitze vor Ort bei der Firma Omniplast erfahren. Klaus Ullmann führte die Delegation durch die Produktion im Spritzguss und in der Extrusion.
Nach wie vor bietet das Traditionsunternehmen Arbeit für 135 Vollzeitkräfte. Allerdings ist die Herstellung der Rohrteile inzwischen sehr weitgehend automatisiert, was nicht zuletzt dem hohen Kostendruck geschuldet ist. Rund 100 Tonnen PVC können am Ehringshäuser Standort täglich verarbeitet, auf der schnellsten Maschine 10m Rohr je Minute produziert werden. „In diesen Bereichen gibt es in Deutschland nur noch sehr wenige Hersteller. Die Firma Alphacan Omniplast ist noch ein Vollsortimenter,“ erläuterte Klaus Ullmann.
Im Schwerpunkt werden die Omniplast-Produkte in den Bereichen Abwasser und Wasser eingesetzt, und zwar vom kommunalen Leitungsnetz bis hinter jedes Waschbecken in so ziemlich jedem Haus, erklärte Ullmann. Als ein Erfolg versprechendes neues Geschäftsfeld peile man den Abgas- und Lüftungsbereich an. Hier werden auch technisch anspruchsvolle, komplexe Spritzgussteile gefertigt. Bemerkenswert ist dabei, dass in Ehringshausen keine Produktionsabfälle entstehen – „selbst für den Kehricht gibt es Abnehmer“, sagte Ullmann.
Alles habe 1955 mit den ersten Kunststoffrohren angefangen. Im Bauboom der jungen Bundesrepublik ersetzten die fortschrittlichen Produkte herkömmliche Gussrohre auf breiter Front. Nach mehreren Standortwechseln wurde am Standort Ehringshausen die Produktion zentral für Westdeutschland aufgebaut.
„Das war ein beeindruckender Rundgang.“ so das Fazit von SPD-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Koch. Der Termin habe einen interessanten Einblick in die Arbeit eines der großen Ehringshäuser Arbeitgeber gebracht. Wo immer es möglich ist, werde die SPD Fraktion dazu beitragen, dass die ortsansässigen Unternehmen weiterhin erfolgreich bleiben.