Jürgen Mock erläutert das ZahlenwerkEhringshausen/Löhnberg. Ja zum Entwurf des Gemeindehaushalts von Bürgermeister Jürgen Mock (SPD) und eine Initiative zur demographischen Entwicklung: Das waren die Themen der Klausursitzung der Ehringshäuser SPD-Fraktion.
„Die SPD stimmt dem Haushalt zu. Die Schwerpunkte stimmen,“ sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Sebastian Koch. Größter Batzen im Ergebnishaushalt ist der gemeindliche Zuschuss zur Kinderbetreuung. „Die Kindergärten werden gut in Anspruch genommen. Wir legen Wert auf attraktive Öffnungszeiten und Qualität, und dass es möglichst keine Wartelisten gibt,“ sagte Sebastian Koch. „Wir würden natürlich gerne auch auf die Kindergartengebühren verzichten. Das geht aber nicht, weil die Kommunen in Hessen zu wenig Mittel vom Land für diese Aufgabe bekommen,“ so Koch: „Die Kitagebühren in Ehringshausen bleiben aber niedriger als anderswo. Selbst bei der anstehenden Erhöhung würden die Eltern nur rund 15% der Kosten tragen.“ Sinnvoll investiere die Gemeinde in den Feuerwehr, die Kita in Kölschhausen und den weiteren Breitbandausbau. Verbesserungen für viele Kinder- und Jugendmannschaften verspreche der Zuschuss für den Kunstrasenplatz. Weiter ist die SPD dafür, im Finanzhaushalt Mittel für einen Treppenlift im Dorfgemeinschaftshaus Daubhausen aufzunehmen.
„Zuzug ermöglichen, Kinderbetreuung und Ehrenamt stärken“ – mit diesem Dreiklang will die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung in die Haushaltsberatungen gehen. „Die anstehenden Investitionen gehen in die richtige Richtung. Wir müssen aktuelle Trends positiv nutzen,“ sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Sebastian Koch.
Hintergrund: Für Ehringshausen werden auf Grundlage der zurückliegenden Jahre rückläufige Bevölkerungszahlen vorhergesagt. „Das ist nicht unumkehrbar,“ erläuterte SPD-Ortsvereinsvorsitzender David Rauber. „Die hohen Grundstückspreise im Ballungsraum, der enge Wohnungsmarkt und die gute Verkehrsanbindung Ehringshausens machen uns attraktiv.“ Deshalb will die SPD in den nächsten Jahren weiter auf Zuzug setzen und entsprechende Investitionsplanungen auf den Weg bringen.
Attraktiv sei nur eine lebendige und familienfreundliche Gemeinde. Dazu will die SPD das Ehrenamt weiter stärken. Man werde sich für höhere Vereinsförderung einsetzen und den Ausbau der Seniorenhilfe vorantreiben. Auch sollte die Gemeinde private Investitionen ermöglichen. „Das ist beim Ärztehaus erfolgreich gelungen,“ so Koch und Rauber. Ergebnis sei eine gesicherte ärztliche Versorgung. „Auch das ist ein wichtiger Baustein einer umfassenden Demographiestrategie.“