40 Jahre Großgemeinde Ehringshausen Thema beim Neujahrskaffee

Veröffentlicht am 25.01.2017 in Kommunalpolitik

Aus Neujahrsempfang mach Neujahrskaffee – weil es diesmal besser zum Thema passte: Die Gemeinde Ehringshausen in ihren heutigen Grenzen ist am 1. Januar 40 Jahre alt geworden. Grund genug für einen Kaffeeklatsch, fand die Ehringshäuser SPD und hatte Samstagnachmittag ins Gasthaus Wahl geladen. Da gab es Vorträge und Anekdoten aus dem Leben der Jubilarin.

Jürgen Mock, Bürgermeister und 2. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, konnte neben zahlreichen Gästen aus Vereinen, Parteien und Freien Wählern auch die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt begrüßen. Dagmar Schmidt warb in ihrem Grußwort dafür, bei der Bundestagswahl zur Urne zu gehen und das Wahlrecht zu nutzen.

Ortsvereinsvorsitzender David Rauber hatte zum Thema des Tages Unterlagen aus den 70-er Jahren gewälzt. Er dankte dabei der Gemeindeverwaltung für die gute Unterstützung bei der Beschaffung von Grenzänderungsverträgen und alten Sitzungsprotokollen der ehemals selbständigen Vorläufergemeinden des heutigen Ehringshausen. Ab Ende der sechziger Jahre hatte sich die hessische Landespolitik einer tief greifenden Gemeinde- und Kreisgebietsreform verschrieben. Dabei setzte die Landesregierung unter Albert Osswald (SPD) in erster Linie auf Freiwilligkeit. So kam es allein zwischen Ende 1969 und Ende 1971 zu mehr als 1.400 freiwilligen Gemeindefusionen. Die danach verbliebenen rund 1.200 Gemeinden wurden dann durch Gesetz zusammen geschlossen.

Freiwillig schlossen sich Ehringshausen und Dillheim (1971) und Dreisbach und Greifenthal mit dem um Dillheim vergrößerten Ehringshausen (im Jahr darauf) zusammen. Die Gemeinde Ehringshausen war spendabel, die neuen Ortsteile ließen sich in Grenzänderungsverträgen Investitionen wie Friedhofshallen, Straßenausbauten und Wasserversorgungsanlagen ebenso versprechen wie den Bau eines Kindergartens in Grenznähe zwischen Dillheim und Ehringshausen.

Widerstände gegen die Eingliederung in die heutige Großgemeinde gab es in Katzenfurt, das lieber selbständig geblieben wäre und in Breitenbach und Niederlemp, die beide lieber Stadtteile Aßlars geworden wären. Inzwischen aber bestätigte sich Jürgen Mocks Fazit, dass die Gemeinde gut zusammengewachsen sei. Erhard Henrich, Horst Kuhlmann und Bernd Schulze trugen mit lebhaften Anekdoten aus der Zeit der Gebietsreform maßgeblich zu dem gelungenen und unterhaltsamen Nachmittag bei.

 

 
 

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