Kita und Waldzustand: Gemeindevertretung macht Überstunden

Veröffentlicht am 24.08.2019 in Kommunalpolitik

Wald und Kindergarten in der Kerngemeinde: Hauptthemen der Gemeindevertretung

Ein neuer Kindergarten für die Kerngemeinde und ein Bericht zur Situation des Gemeindewaldes: Damit befasste sich die Ehringshäuser Gemeindevertretung. Auf Vorschlag des Gemeindevorstands unter Bürgermeister Jürgen Mock (SPD) ging es zunächst ausführlich um die Schaffung zusätzlicher Kindergartenplätze. Die Gemeindevertretung nahm sich viel Zeit, insgesamt drei Vorschläge verschiedener Architekturbüros zu sichten und zu bewerten. Die Zeit drängt: Denn spätestens mit der Umsetzung des geplanten Baugebietes in Ehringshausen werden mit Sicherheit deutlich mehr Kita-Plätze gebraucht. Und: Noch gibt es für neue Gruppen Bundesgeld - immerhin bis zu 300.000 Euro je Gruppe. Bei voraussichtlichen Kosten von rund 3 Millionen wäre das eine wichtige Unterstützung. Übrigens: Dass der Bund hier finanziell hilft, konnte die SPD in der Groko in Berlin durchsetzen.

Ergebnis: Die Ehringshäuser Kita Dillwiese bekommt Verstärkung: Die Ehringshäuser Gemeindevertretung hat gestern Abend nach einer intensiven Auswahlrunde entschieden, wie die neue Kita in der Kerngemeinde aussehen soll. Denn: Mehr Kinder suchen in den kommenden Jahren einen Kindergartenplatz. Sebastian Koch machte für die SPD-Fraktion klar, dass auch eine sechste Gruppe ernsthaft geprüft werden sollte.
Verstärkung hatten die Mitglieder der Gemeindevertretung durch Anna Tippmann, Leiterin der Dillwiese und weitere Mitarbeiterinnen. Vielen Dank für die kompetente Unterstützung. Eine gute Entscheidung! Von dem Neubau im Bereich Feldstraße/Rathausstraße in Ehringshausen erhoffen sich die kommunalpolitisch Verantwortlichen in Ehringshausen auch Entlastungen der Kitas in Katzenfurt und Kölschhausen.

Borkenkäfer, Buchdrucker und Co., aktuelle Trockenheit und langfristiger Klimawandel - das alles macht sich auch auf den 2290 Hektar Gemeindewald stark bemerkbar. Zwar gab es mit Orkanen wie Kyrill 2008 auch früher schon Katastrophen. Die aktuelle Lage sei aber wirklich extrem: Ehringshausens Förster Robert Mann berichtete Donnerstag in der Gemeindevertretung zur Lage des Gemeindewaldes und hatte Beobachtungsgläser für die Gremienmitglieder und das Publikum im Gepäck. 
Ehringshausen verwaltet seit Jahresbeginn den Gemeindewald in eigener Regie. Die SPD-Fraktion hatte im vorigen Herbst den Vorschlag des Gemeindevorstands um Bürgermeister Jürgen Mock (SPD) zum Ausscheiden aus der Beförsterung durch das Land nachdrücklich unterstützt. Der jetzige Bericht belegt, dass der Schritt richtig war.
Deutlich wurde auch: Die Gemeinde ist eine verantwortungsvolle Waldbesitzerin. Seit vielen Jahren schon betreibt sie Vertragsnaturschutz. Mann setzt seit Langem auf eine breite Mischung von standortgerechten Baumarten einschließlich seltener Arten und betreibt Naturverjüngung. Dass sich umweltbewusstes Handeln und wirtschaftlicher Erfolg nicht ausschließen, zeigt der Überschuss des Gemeindewaldes von voraussichtlich rund 87.000 Euro.
Auf einem unter den dramatischen Umständen guten Weg in schwierigsten Umfeld sehen Sebastian Koch und die anderen Mitglieder der SPD-Fraktion die Gemeinde Ehringshausen und ihren Wald.

 
 

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