Kommunalpolitik
Für die schwierigsten Umstände sehr gut: So beurteilt die Ehringshäuser SPD-Fraktion den Entwurf des Gemeindehaushalts 2021, den Bürgermeister Jürgen Mock (SPD) im Dezember in die Gemeindevertretung eingebracht hatte. Die Gemeinde an Dill und Lemp rechnet 2021 mit einem Tiefpunkt bei den Gewerbesteuereinnahmen.
Was will die SPD in den nächsten fünf Jahren in Ehringshausen anpacken? Und wer packt an? Wahlprogramm und Kommunalwahllisten für die Gemeindevertretung und fünf Ortsbeiräte standen auf dem Programm der Mitgliederversammlung der Ehringshäuser SPD. Die Sozialdemokraten verabschiedeten nach kleineren Änderungen in der Versammlung das vorgeschlagene Programm und die Listen jeweils einstimmig.
Der Forderungskatalog des Naturschutzrings hat den Fokus der Ehringshäuser Kommunalpolitik stärker auf Natur, Umwelt und Klimaschutz gelenkt. Da sind erstmal alle dafür - aber wann und wie, darüber gehen die Meinungen durchaus auseinander. Das zeigte sich auch in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung. Hier hatte die SPD ihr seit Längerem betriebenes Anliegen weiterverfolgt, dass Ehringshausen Klimakommune wird und beim Wald auch mal auf Erträge verzichtet. Auch Vorwürfen, die Gemeinde habe Ausgleichsmaßnahmen für Naturverbrauch nicht vollständig umgesetzt, soll nachgegangen werden.
Der Naturschutzring Ehringshausen hatte sich an die in der Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen gewandt und eine Reihe von Forderungen erhoben. Auch unsere Lokalzeitung, die Wetzlarer Neue Zeitung, berichtete und bat die Fraktionsvorsitzenden um Stellungnahme. Die Stellungnahmen waren auf 150 Wörter gedeckelt. Kurz und knackig: Die Naturschützer sind bei der SPD erneut auf offene Ohren gestoßen.
Was wird aus dem Omniplast-Gelände in Ehringshausen? - Im Frühjahr war mit der endgültigen Schließung der Firma Omniplast ein Stück Ehringshäuser Industriegeschichte zu Ende gegangen. In einer Sondersitzung im September fasste die Ehringshäuser Gemeindevertretung nun einen Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan. Auch der Flächennutzungsplan soll geändert werden. Ziel: Statt einer Industriebrache sollen rasch wieder neue Arbeitsplätze entstehen. Die SPD-Fraktion unterstützte die Vorlage des Gemeindevorstands um Bürgermeister Jürgen Mock (SPD).